Jeder mit einem gesunden Menschenverstand weiß, wie wichtig es ist, Wasser zu trinken. Dennoch trinken laut aktuellen Statistiken etwa 60% der Briten nur ein Glas Wasser pro Tag. In Deutschland geht man von ähnlichen Zahlen aus.

Berauben auch Sie Ihren Körper von diesem wichtigen Element?

In diesem Artikel gehen wir näher darauf ein, wie Sie die überraschenden Symptome einer Dehydration schon im Anfangsstadium erkennen und zeigen Ihnen ein paar ungewöhnliche Vorteile des Wassertrinkens, inklusive der besten Hydrationsquellen und wie viel Sie im Idealfall pro Tag trinken sollten.

Legen wir los!

Die überraschenden Symptome einer Dehydration

Der Körper besteht zu 60-70% aus Wasser. Dieses Wasser spielt eine wichtige Rolle beim Transport von Substanzen, der Regulierung der Körpertemperatur, Verdauung und hält die Gelenke schmierig.

Das Problem ist, dass Sie zu dem Zeitpunkt, an dem der Durstmechanismus in Kraft tritt, mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits dehydriert sind, was erklären würde, warum Studien zufolge 2/3 von uns an einem typischen Tag unwissend dehydriert sind.

Hier ein paar weniger bekannte Symptome einer Dehydration:

Fühlen Sie sich müde oder schlapp?

Eine aktuelle Studie von Britischen Ärzten fand heraus, dass Müdigkeit und Erschöpfung der Anlass für einen von fünf Arztbesuchen sind und dass fast die Hälfte davon (49%) auf Dehydration zurückzuführen war[1]!

Fühlen Sie sich immer hungrig, obwohl Sie erst vor Kurzem etwas gegessen haben?

Haben Sie gewusst, dass eine milde Dehydration sich oft in Form von Hunger äußert, wenn Ihr Körper in Wahrheit Flüssigkeit benötigt?

Wie sich herausstellt, ensteht diese Verwirrung im Hypothalamus[2], dem Teil des Gehirns, der den Appetit und Durst reguliert. Trinken Sie bei Hunger immer zuerst ein Glas Wasser, um zu sehen, ob sich der Hunger so legt.

Seltenes Wasserlassen oder dunkler, konzentrierter Urin?

Seltenes Wasserlassen oder dunkel gefärber Urin sind ein Zeichen dafür, dass Ihre Nieren härter arbeiten, um Flüssigkeiten zu speichern, die für die meisten wichtige Körperfunktionen notwendig sind.

Pi mal Daumen sollten Sie genug Wasser trinken, damit Ihr Urin eine hellgelbe Farbe hat. Eine gesunde Person uriniert durchschnittlich sieben bis acht Mal pro Tag.

Leiden Sie unter Gelenkschmerzen und Steifheit?

Viele Menschen schieben Gelenkschmerzen und Steifheit auf das Älterwerden, aber was viele nicht wissen, ist, dass die Gelenkgesundheit auch von der Hydrierung abhängig sein kann.

Genauer gesagt, beeinflusst die Hydrierung die Produktion von Glycosaminoglykanen (GAGs). Dabei handelt es sich um eine gelartige Flüssigkeit, die unsere Knorpel und Gelenke schmiert. Ein Mangel kann dazu führen, dass Ihre Gelenke schmerzen.

Leiden Sie unter schlechtem Atem?

Haben Sie gewusst, dass Ihr Speichel antibakterielle Eigenschaften hat und so das übermäßige Bakterienwachstum verhindert? Diese Bakterien würden sonst für ziemlich schlechten Atem sorgen. Wenn Sie nicht genug Wasser trinken, kann die Speichelproduktion darunter leiden.

Ist Ihre Haut trocken, stumpf oder leiden Sie unter ausgeprägten Falten?

Während es keinen direkten Zusammenhang zwischen strahlender Haut und einer erhöhten Wasseraufnahme gibt, handelt es sich bei Ihrer Haut um ein Organ, das aus Zellen besteht. Wie andere Zelltypen, benötigen auch die Hautzellen Flüssigkeit, um optimal zu funktionieren.

Die weniger bekannten Vorteile des Wassertrinkens

Wie Sie im vorherigen Abschnitt gelernt haben, ist es wichtig, dass Sie genug Wasser trinken. Die ausreichende Hydration kann verschiedene Schlüsselbereiche verbessern, einschließlich: Energie, Hungergefühl, Organgesundheit und Nierenfunktion, Knorpel- und Gelenkflüssigkeiten, Mund- und Zellgesundheit.

Aber Wassertrinken kann Ihnen auch dabei helfen, mehr Kalorien zu verbrennen!

Studien[3] haben ergeben, dass die Anzahl der verbrannten Kalorien (auch Grundumsatz genannt), innerhalb von 10 Minuten nach einem Glas kalten Wasser um 23-30% zunimmt.

Andere Studien fanden heraus, dass das Trinken von 1,5 Litern Wasser die Gewichtsabnahme fördert und den Body Mass Index (BMI), Hüftumfang und Körperfettanteil reduzieren kann. Aufgrund der sogenannten Thermogenese hat kaltes Wasser die stärksten Auswirkungen.

Wasser-Richtlinien: Wann sollten Sie am besten trinken?

Wassertrinken nach dem Aufstehen aktiviert die Organe

Nach dem Aufstehen ist Ihr Körper dehydriert. Indem Sie direkt nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinken, können Sie dieser Dehydrierung entgegenwirken und den Stoffwechsel und die Organe anregen.

Ein Glas Wasser 30 Minuten vor den Mahlzeiten kann den Appetit reduzieren

Studien haben gezeigt, dass ein Glas Wasser vor den Mahlzeiten den Appetit lindert und Heißhunger reduziert.

Außerdem verbessert es die Verdauung, indem es Ihren Darm mit Wasser versorgt, dass er für die Verarbeitung von Nährstoffen und das Ausscheiden von Toxinen benötigt.

Welche Getränke decken den Flüssigkeitsbedarf ab?

Für optimale Ergebnisse empfehlen wir Ihnen reines Quellwasser, aber auch andere Getränke wie infusiertes Wasser, Tee, Kaffee, Säfte können den Flüssigkeitsbedarf zum Teil abdecken.

Beachten Sie, dass bestimmte Getränke eine diuretische Wirkung haben (Kaffee und einige Teesorten) und werden Sie sich über den Zuckergehalt von Säften und Sportgetränken mit Elektrolyten bewusst, deren Nachteile schnell überwiegen können.

Wie viel Wasser sollte ich im Idealfall pro Tag trinken?

Wir empfehlen Ihnen rund 1,5 Liter Wasser pro Tag. Die genaue Menge ist von Ihrem Geschlecht, Aktivitätsniveau und Ihrer Umwelt abhängig.

Falls Sie sehr aktiv sind und in einem heißen, schwülen Klima leben, brauchen Sie mehr Wasser, als jemand der kaum aktiv ist und in einem kalten Klimabereich lebt.

Pi mal Daumen sollten Sie genug Flüssigkeiten trinken, damit Ihr Urin eine helle Farbe hat. An Trainingstagen oder wenn Sie viel schwitzen, wird Ihr Körper mehr Flüssigkeiten verlieren, weshalb Sie dementsprechend mehr trinken müssen.


[1] http://www.naturalhydrationcouncil.org.uk/press/gps-reveal-uk-tired-all-the-time/

[2] According to A Ramsey, a spokesperson for the American Academy of Nutrition and Dietetics

[3] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19661958
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14671205
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17519319
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/16822824
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18787524